Das Projekt

Um eine vielfältige Auseinandersetzung mit dem Thema Bildung anzustoßen, initiierte die Behörde für Schule und Berufsbildung in Kooperation mit der Lernenden Region / Bezirksamt Mitte (Jugendamt Region II) unter dem Motto "AHA! Die Stadtforscher" ein Projekt zur medialen Stadtteilerforschung in Billstedt, Horn, Mümmelmannsberg und Lohbrügge-Ost.

Bei dem Projekt "AHA! Die Stadtforscher" erforschen Schülerinnen und Schüler aus Grund- und weiterführenden Schulen Bildungs- und Kulturorte in ihrem Stadtteil und dokumentieren die Ergebnisse mit Digitalkameras und Aufnahmegeräten. Auf Stadtteilplänen und dem Internetportal der Stadtforscher werden die Projektergebnisse auch ihren Mitschülern präsentiert.

Zielsetzung

Das Projekt "AHA! Die Stadtforscher" verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, die vielfältigen Bildungs- und Kulturangebote in ihrem Stadtteil zu entdecken, sie altersspezifisch medial zu dokumentieren und in Form von Stadtteilplänen und auf Webseiten zugänglich zu machen. Dabei werden den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen im Umgang mit Digitalkameras und Aufnahmegeräten sowie journalistische Grundlagen vermittelt. Die gemeinsame Erarbeitung und Präsentation der Projektergebnisse stärkt den Teamgeist, das individuelle Selbstbewusstsein und die positive Identifikation mit dem Stadtteil. Außerdem werden mit den beteiligten Schulen und außerschulischen Kooperationspartnern nachhaltige Kooperationsstrukturen aufgebaut.

Die Erstellung der Stadtteilpläne und der Webseiten stellt eine kind- und jugendgerechte Angebotstransparenz her und vermittelt Fähigkeiten in den Bereichen Medienkompetenz, Schreib- und Sprachförderung. Die Erforschung der Kultur- und Bildungseinrichtungen stärkt die positive Identifikation mit dem Stadtteil. Die durchs Web und durch Printprodukte professionell aufbereiteten Texte und Fotos der Kinder und Jugendlichen stärken ihr Selbstwertgefühl und – durch die gebündelte Präsentation – ihren Teamgeist ("das haben wir gemeinsam geschafft!")

Kurzbeschreibung

In Kooperation mit Schulen, Bildungs- Kultur-, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen werden Workshops zur Stadtteilerkundung im Bildungsbereich (inkl. Kultur, Beratung etc.) durchgeführt. Im Vorfeld der Stadtteilerkundung führen Workshopleiter/innen die Kinder und Jugendlichen in den Umgang mit Digitalkameras und Aufnahmegeräten ein. Unter Anleitung erkunden sie anschließend die lokalen Bildungslandschaften. Dabei erforschen Grundschüler/innen und Schüler/innen der Sekundarstufe Bildungs- und Kulturangebote in ihrem lebensweltlichen Umfeld und dokumentieren diese mit Fotos und Forschungsberichten. Die aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen differenzierte Darstellung der Lebens- und Bildungsräume im Stadtteil dient als Grundlage für Stadtteilpläne und Webseiten. Zugleich fließen die Projektergebnisse in die Konzeptentwicklung von "Bildung in Billstedt" und "Bildung in Lohbrügge" ein.

Projektablauf

Je nach Rahmenbedingungen finden zwei bis drei Workshops mit einem Volumen von insgesamt sechs bis zwölf Schulstunden in den Schulen und Stadtteileinrichtungen statt. Workshopleiter/innen stoßen eine Auseinandersetzung mit (positiven) Bildungserfahrungen bei den Schülerinnen und Schülern an, vermitteln in Zusammenarbeit mit Lehrer/innen Grundlagen im Umgang mit den Digitalkameras sowie journalistisches Basiswissen. Anschließend bilden die Schüler/innen Teams, suchen im Rahmen von "Forschungsaufträgen" Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Bildungsorte aus dem Stadtteil auf, fotografieren diese und schreiben mithilfe vorgegebener Formulare Forschungsberichte. Auf diese Weise werden die (Bildungs-)Einrichtungen im Stadtteil erforscht und später in einem einheitlichen grafischen Layout präsentiert.

Auf einem Stadtteilplan werden die Orte der Kultur- und Bildungsangebote durch nummerierte Icons gekennzeichnet und am Kartenrand aufgelistet. Auf der Rückseite des Stadtteilplans ist außerdem Platz für die Adresse und die Kurzbeschreibungen der Angebote. Weiterhin werden hier ausgewählte Forschungsberichte zu den einzelnen erforschten Einrichtungen präsentiert. In jedem Klassenraum im Stadtteil und in allen öffentlichen Einrichtungen soll ein Bildungsstadtteilplan hängen, ggf. werden die ausführlicheren Beschreibungen der Kultur- und Bildungsangebote nicht nur im Internet, sondern auch in Wochenblättern publiziert.

Die technischen Geräte verbleiben in der Region und können weiterhin für Medienprojekte genutzt werden, eine entsprechende Qualifizierung der Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen der lokalen Einrichtungen in Kooperation mit dem LI Hamburg ist geplant. Das Internetportal steht nach Projektende weiter für Stadterforschungsprojekte zur Verfügung.